Das Tremolo/die Schwebung bestimmt den Klangcharakter des Instruments.
Auf der Diskantseite schwingen pro gespieltem Ton 2 oder 3 Stimmzungen gleichzeitig. Je nachdem ob das Instrument 2-chörig oder 3-chörig ist. Dadurch klingt das Instrument voller und lauter.
Bei 3-chörigen Instrumenten ist eine dieser Stimmzungen genau auf die richtige, gewünschte Tonhöhe gestimmt.
Die 2. Stimmzunge schwingt etwas langsamer, und die 3. etwas schneller. Das heißt, eine ist minimal höher und eine ist minimal tiefer gestimmt als der Grundton (die gewünschte Tonhöhe).
Ist der Frequenzunterschied zwischen den Stimmzungen gering, klingt das Instrument sauber und wohlklingend. Wir nennen das "wenig Schwebung" oder "wenig Tremolo" oder "flach gestimmt". Es eignet sich gut für Stubenmusik und die fein gespielte Volksmusik. (Ein Beispiel wäre die Harmonika von Herbert Pixner)
Ist der Frequenzunterschied zwischen den Stimmzungen etwas größer, klingt das Instrument durchsetzungsfähig. Es ist eine gute Mischung zwischen Klangreinheit und möglicher Lautstärke des Instruments. Wir sprechen von "normaler Schwebung" oder "normales Tremolo". (Das ist unsere Empfehlung für die meisten Spieler - 90 % unserer eigenen Instrumente sind so gestimmt)
Ist der Frequenzunterschied zwischen den Stimmzungen sehr groß, klingt das Instrument extrem durchsetzungsfähig und laut, aber etwas verstimmt. Das nennen wir "starkes Tremolo" bzw. "Viel Schwebung".
Grundsätzlich hat jeder Harmonika Hersteller sein eigenes Stimmverfahren. Dadurch klingen die Instrumente einzigartig. Auch gibt es Abstufungen wie z. B. "dezent" oder "wenig flach".
Wichtig ist, dass dir der Klang deiner Harmonika gefällt und für deinen Einsatzzweck richtig gestimmt ist.
Probiere einfach beim Hersteller/Händler verschiedene Instrumente aus. Und wähle dann nach deinen Ohren und deinem Gefühl, was dir gefällt.